concrete dust

2017, 4K-Video, 23‘52“, Farbe, Ton

Rauch steigt vor der Fassade eines Plattenbaus auf. Ein Kettenfahrzeug kriecht über eine Baustelle. Man hört den Hammerschlag eines Bauarbeiters, der auf dem Dach des Plattenbaus gegen eine Metalloberfläche schlägt. Zwischen Ruinen und Überresten aus der Sowjetzeit galoppiert ein Kuhhirte um seine Herde. Lenin steht stoisch auf einem Sockel, hält seine rechte Hand zum stummen Gruß erhoben. Ein Schamane zündet einen Wacholderbeerstrauch an und beräuchert den Motor eines PKWs, dabei spricht er ein Gebet.

In einem blauen Flur warten zwei Patienten. Durch die Wände lassen sich die Töne eines Reinigungsrituals erahnen. Im Behandlungsraum sitzt eine Frau bei einer Schamanin, um ihre Hände wird ein roter Faden geflochten. Concrete Dust (2017) ist ein Geflecht aus Momenten in einer postsowjetischen Peripherie. Pastellfarben, staubige Oberflächen und folkloristische Artefakte bestimmen die Bilder. Die einzelnen Einstellungen werden vom Zustand der Starre und Stagnation bestimmt.