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imperial machine

2020, ortsspez­i­fis­che Instal­la­tion beste­hend aus Dark Mat­ter (4K-Video 19‘52“, Farbe, Ton), Impe­r­i­al Objects (Pub­lika­tion, 132 Seit­en, 24 × 17 cm, fadenge­heftetes Hard­cov­er), Glasvit­ri­nen, Trapezblech, Objek­te

Der erste Ein­druck der Instal­la­tion Impe­r­i­al Machine (2020) wird von Trapezblech dominiert. Das ist ein im indus­triellen Kon­text ver­bre­it­eter, leicht zu trans­portieren­der und wet­terbeständi­ger Werk­stoff. Daraus wurde ein qua­dratis­ch­er, in die Höhe ragen­der Ausstel­lungsraum kon­stru­iert, der in sein­er Grund­fläche und erhöht­en Form einem Dia­mant­mi­nen­fahrstuhl nachemp­fun­den ist. Solche Gebäude sind charak­ter­is­tisch für den indus­triellen Kom­plex des Dia­man­ten­ab­baus in der ehe­ma­li­gen UDSSR und auch aus weit­er Ent­fer­nung erkennbar. Im Zen­trum der Instal­la­tion Impe­r­i­al Machine (2020) ste­ht der Film Dark Mat­ter (2020), bei dem die For­men und Kon­se­quen­zen des Dia­man­ten­ab­baus gezeigt wer­den. Der Ein­griff in die Land­schaft ist dabei deut­lich erkennbar, jedoch wer­den wed­er die ver­ant­wortlichen Instanzen, noch die dazuge­höri­gen Motive im Film kom­men­tiert. In den aus­geleuchteten Vit­ri­nen, die sich nicht weit von der Pro­jek­tion befind­en, wer­den ver­schiedene Objek­te miteinan­der kom­biniert – ihre Zusam­men­hänge und Bedeu­tun­gen dabei ineinan­der ver­schränkt: ein Renten­buch, ein Arbeits­buch, eine Stal­in­büste, Kühlschrank­mag­neten bebildert mit rus­sis­chen Groß­muldenkip­pern.

Sie deuten auf Organ­i­sa­tion­sprinzip­i­en hin, die Jaku­tien als Ressource inner­halb der ehe­ma­li­gen Sow­je­tu­nion struk­turi­eren und ver­wal­ten. Die Repräsen­ta­tio­nen mon­etär­er Absicht­en über­schnei­den sich hier mit poli­tisch motivierten Kon­troll­men­ch­a­nis­men. Die aus­gestell­ten Exponate in ihren ver­schiede­nen For­men und mehrteiliger Anord­nung deuten auf die Unmöglichkeit hin, ein­fache Antworten in der post­sow­jetis­chen Periph­erie zu find­en. Fra­gen nach ein­er all­ge­meinen his­torischen Wahrheit oder geschichtlichen Fak­tiz­ität sind dem­nach unzure­ichend und bleiben offen. Schließlich wer­den Indizien der Objek­te, die mit der jakutis­chen Land­schaft in Verbindung ste­hen, schichtweise in dem Buch Impe­r­i­al Objects (2020) zusam­menge­tra­gen. Im Kün­stler­buch wer­den per­sön­liche Geschicht­en, ver­schiedene Beobach­tun­gen und Erleb­nisse in Bezug auf die großan­gelegten staatlichen Exper­i­men­tier­vorhaben (post)sowjetischer Macht­in­ter­essen gegenüber gestellt.